Ich dachte, ich werde einfach älter. Dann veränderte ein Sturz über sechs Stufen alles.
Wenn du jemals um 3 Uhr morgens aufgewacht bist, während deine Füße brannten, als würden sie ins Feuer gehalten…
Wenn du dich jemals am Einkaufswagen festhalten musstest, nur um den Supermarkt zu überstehen, während du gebetet hast, dass das stechende “Ameisenlaufen” aufhört…
Dann kennst du das lähmende Gefühl der Angst, von dem ich spreche.
Jahrelang war das meine Realität. Es begann als leichtes Kribbeln, dann wurde es zu einem ständigen Brennen. Bald begannen meine Zehen taub zu werden. Jeder Schritt wurde zum Risiko.
Ich hatte Angst davor, die Treppe hinunterzugehen, von einer Bordsteinkante zu treten oder einfach nur in meinem eigenen Zuhause das Gleichgewicht zu verlieren.
Meine Welt wurde immer kleiner. Ich hörte auf, mit meiner Frau spazieren zu gehen. Ich konnte nicht lange genug stehen, um eine richtige Mahlzeit zu kochen. Wenn meine Enkel zu Besuch kamen, musste ich ihnen vom Stuhl aus beim Spielen zusehen, Gefangener in meinem eigenen Körper.
Dann kam der Sturz.
Es war ein perfekter Sommerabend bei einem Baseballspiel meines Enkels Leo. Das Spiel war zu Ende, und ich ging die Metalltribüne hinunter. Meine Füße waren so taub, dass ich die Kante der Stufe nicht spürte. Ich trat ins Leere.
Ich stürzte sechs Stufen hinunter, vor den Augen von Hunderten von Menschen. Der Schock, die Schreie, der Schmerz — nichts davon war so schlimm wie der Ausdruck purer Angst in den Augen meines Enkels. Während die Sanitäter mir aufhalfen, flüsterte er: “Opa, warum kannst du deine Füße nicht fühlen?”
An diesem Abend stellte ein Fachmann die Diagnose, die meine Welt zusammenbrechen ließ: Der Zustand meiner Füße war gefährlich. Ohne eine deutliche Veränderung lief ich Gefahr, weitere Stürze und andere ernsthafte Komplikationen zu erleiden.